Besondere Schwerpunkte

1. Bewegung

Bewegung ist nicht nur ein elementares Bedürfnis eines Kindes, es stellt vor allem in den ersten Lebensjahren auch ein wesentliches Erfahrungsmedium dar, das im hohen Maße zur ganzheitlichen Entwicklungsförderung beiträgt. Bewegung ist auch Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden des Kindes. Somit brauchen Kinder vielseitige, regelmäßige, mehrmals tägliche Bewegungsanreize.

Unsere Bewegungsangebote in Blauland:

Die Nebenräume sind in der Regel so gestaltet, dass je nach Bedürfnissen der Kinder diese auch in Bewegungsräume von den Kindern umfunktioniert und gestaltet werden können. Außerhalb des Gruppenraumes steht den Kindern viel Bewegungsfreiheit, im großen Hallenbereich mit Bällebecken, Turnhalle und das Außengelände zur Verfügung.

Mehrmals in der Woche gibt es angeleitete Angebote, bei denen gezielte Übungen, Bewegungsspiele, Psychomotorik, rhythmische Bewegungen, Tänze etc. vermittelt werden.

Die Waldwoche, die jeweils im Frühjahr und auch im Herbst stattfindet, trägt weiter zur Befriedigung des Bewegungsbedürfnisses bei.

Angeleitet, aber auch zur täglichen selbstständigen Nutzung durch die Kinder, stehen folgende Bewegungsherausforderungen zur Verfügung:

Klettermöglichkeiten innen und außen mit verschiedene Schwierigkeitsgraden

• Möglichkeiten zum Schaukeln und Schwingen (Hängematte, Schaukeln innen und auch draußen wie Tellerschaukel, Pferdesitz, Brettschaukel)

• Große Schaumstoffwürfel, Matten, Decken, Bretter zum Gestalten und Bauen

• Sich steigernde Höhen zum Hoch- und Runterklettern und Runterspringen

• Trampolinspringen

• Gleichgewichtsübungen (Balancieren auf starren Geräten und auf sich
bewegenden Geräten wie Wackelbretter, Rollbretter, Hüpfbälle, Pedalos)


Die Erzieherinnen beobachten die Bewegungsleistungen der Kinder intensiv und steigern den Schwierigkeitsgrad und somit die Herausforderung für die Kinder.

Beobachtungspunkte sind:
• Bewegungsunruhe/- verarmung
• Kraftdosierung/-regulierung
• Beweglichkeit/Geschicklichkeit
• Gleichgewichtsregulation
• Körperhaltung/-schema/-kenntnis
• Raum-Lage-Wahrnehmung
• Dreh- und Schaukelbewegungen
• Visu-motorische Fähigkeiten
• Ausdauer/Kondition


2. Sprache

Durch Sprache kann sich das Kind mitteilen, kann Gefühle ausdrücken. Persönlichkeitsentwicklung, Selbstvertrauen, Akzeptieren der eigenen Rolle sind erst durch Kommunikation, durch Kontaktaufnahme mit dem Anderen, mit der Umwelt möglich.

Der passive und aktive Sprachgebrauch sind wichtige Schlüsselqualifikationen, mit deren Hilfe sich die Kinder alle anderen Bildungsbereiche erschließen. Damit der Prozess der Sprachentwicklung erfolgreich ablaufen kann, müssen vielfältige Einflüsse, Voraussetzungen und Zusammenhänge berücksichtigt werden.

Bildungsangebote:
Sprechen und Sprache der Kinder zu fördern ist ein zentrales Anliegen in unserer Einrichtung. Die Kinder sind umgeben von einer Vielzahl von kommunikationsanregenden Situationen, und von Erzieherinnen die im Sprachverhalten und Sprachinhalten Vorbilder für die Kinder sind.

Die Kinder werden regelmäßig beobachtet, - wenn eine Sprachentwicklungsverzögerung zu erkennen ist, werden in Absprache mit den Erziehungsberechtigten weitere Fördermaßnahmen eingeleitet.

Es werden Sprechanlässe geschaffen, die die Freude an der aktiven Sprache wachsen lässt und die Sprachkompetenz erweitert, z.B. durch:
sprech- und sprachanregende Spiele, wie z.B.: Reimspiele, Gesprächsrunden/Spiele zur Erweiterung des Wortschatzes, Mundmotorische Spiele, Theater- und Rollenspiele, Schwarzlichttheater. Hand- und Fingerpuppen stehen zur Verfügung, mit diesen können die Kinder Geschichten erfinden, weitererzählen, so dass sie mit ihrer Sprache lustvoll experimentieren und dabei flüssiges und freies Sprechen üben.

• Einsatz des Würzburger Förderprogramms „Hören, Lauschen, Lernen“

• Spezielle Förderung in Kleingruppen nach entsprechendem Testverfahren im Alter von 4 Jahren

Beobachtungs- und Förderbereiche:
• Allgemeiner Wortschatz
• Sprachverständnis
• Aufgabenverständnis
• Grammatik, Satzbau
• Sprachverhalten bei Angeboten, gegenüber
  Erwachsenen oder im freien Spiel
• Begrifflichkeiten
• Gliederungsfähigkeit von Worten
• Sprachauffälligkeiten
• Mundmotorik
• Sprachrhythmus/Sprachmelodie



3. Integration

Wir sind alle irgendwie anderes, doch gehen wollen wir unseren Weg gemeinsam!

Wir sind ein integrativ arbeitender Kindergarten, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen und lernen.

In unserer Einrichtung erleben wir gemeinsam mit unseren Kindern Tag für Tag, wie die gemeinsame Erziehung aussehen kann:

„Du kannst nicht richtig sprechen? – Na und, dann hören wir halt besser hin.“
„Du bist so unvorsichtig, Dir fällt ständig etwas kaputt? – Du wirst es bestimmt noch lernen, zusammen bauen wir es wieder auf.“
„Du kannst nicht richtig hören? – Macht nichts, dann zeigen wir dir alles“

Die Kinder erleben, dass es normal ist verschieden zu sein und trotz unterschiedlicher Kompetenzen gleichberechtigt miteinander zu leben und zu spielen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie bei Ihrem Kind beobachtet haben:
• Dass es sich unsicher und ungern bewegt und noch häufig hinfällt,
• Dass es in seiner Sprachentwicklung auffällig ist,
• Dass es sich in fremder Umgebung nur schwer orientieren kann,
• Dass es einfache Aufforderungen gar nicht oder nur schwer befolgt,

oder

Wenn bei Ihrem Kind eine Behinderung vorliegt:
• Körperliche und geistige Behinderung
• Entwicklungsverzögerung

Bei uns ist eine individuelle Förderung Ihres Kindes durch eine zusätzliche Fachkraft genauso möglich, wie das gemeinsame Spielen und Lernen mit nichtbehinderten Kindern. Unsere Fachkraft bietet Ihnen als Erziehungsberechtigte begleitende Beratung und Unterstützung an. Sie kooperiert mit Ärzten und Kinderkliniken, Therapeuten und anderen beratenden Einrichtungen, - sie nimmt erste Kontakte auf, wenn Sie dieses wünschen.